Frei-lernen und Frei-leben

Wir sind eine 4 köpfige Familie, die zur Zeit in einer Jurte wohnt, ihr Leben so frei wie möglich gestalten will und auf der Suche nach Abenteuern ist.

Wir versuchen einen bewussten
und nachhaltigen Lebensstil in allen Bereichen zu pflegen. Besonders
wichtig ist uns eine gleichberechtigte und respektvolle Beziehung zu
unseren Kindern, sowie ein harmonischer Umgang mit unserer Umwelt und unsere persönliche spirituelle Entwicklung.

Wenn ihr Interesse an freiem Leben, Konsumverzicht, freiem Lernen, Leben in der Jurte, Leben mit Kindern, Gesundheit (wie Ernährung, Naturheilkunde) habt, seid ihr bei uns genau richtig.

Wir wollen hier von unseren Erfahrungen berichten und euch daran teilhaben lassen, damit auch ihr euch evtl. etwas davon zu Nutze machen könnt.

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Danke 🙂

Danke an das Uhlenköper Camp

Für ein Jahr war unser zu Hause auf dem Uhlenköper Campingplatz. Wir hatten eine wunderschöne Zeit und sind so dankbar dafür so gut von Familie Körding und Paul, den Besitzern des Campingplatzes  aufgenommen worden zu sein. Wir fühlten uns sehr verbunden und sind so dankbar, dass uns so viel Vertauen geschenkt wurde!

Hier wollten wir ein paar Impressionen von diesem wunderschönen Jahr teilen:

tägliches Spielen mit der Jurtennachbarin

tägliches Spielen mit der Jurtennachbarin

Garten :)

Garten 🙂

Äpfel ernten 🙂

Arbeit auf dem Biohof Bauck

Biohof Bauck

Bau des Erdkellers

Eisbaden im Naturschwimmbecken

Enten und Schwan in Uelzen

Kartoffelernte

Tipi vom Uhlenköper Camp

Verbrennen der Winterpuppe beim riesigen Osterfeuer

 

Lieblingsbaum im Garten

 

 

Bau der Terrasse

Jurten auf dem Uhlenköper Camp

Jurten auf dem Uhlenköper Camp

 

Anfang des Jahres haben wir ein super schönes Projekt umsetzen können: Wir haben eine riesige Terrasse mit Steg und zwei Jurten gebaut. Auf dem Uhlenköper Camp kann man dort nun übernachten und mal erfahren wie es sich in einer Jurte anfühlt. Hier ein paar Bilder:

 

 

 

 

 

 

 

 

Innenansicht:

 

 

Aufbau in Einzelschritten:

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Bauschritte:

 

1. Zeltplane für Jurte selbst nähen!

Du willst dir selbst eine Jurte bauen? Du kannst dir auch deine Zeltplane selbst nähen anstatt sie irgendwo anfertigen zu lassen. Ohne Industrienähmaschine! Es ist ganz einfach! Und du kannst dir sogar deine Stoffqualität und Farbe selbst wählen! Hier erfährst du mehr:

Wenn du deine Plane selbst nähst, kannst du ziemlich viel Geld sparen. Und du kannst die Plane ganz nach deinen Wünschen anfertigen. Und du kannst natürlich den Stoff selbst wählen: Wir nutzen einen Baumwollstoff der Qualität kd 48 (sehr hohe Wassersäule, und Reißfestigkeit).  Dieser ist gut für eine ganzjährige Nutzung geeignet. Es gibt aber auch Mischgewebe (Baumwolle/Polyester), diese sind vielleicht ein wenig robuster und weniger pflegebedürftig. Und es gibt auch leichtere und günstigere Stoffe, die man dann vielleicht für eine Sommerjurte nutzen könnte (niedrige Wassersäule)…. Schaut doch mal bei www.esvocampingshop.com nach einem passenden Stoff.

Zum Vernähen des Stoffes reicht eine ganz normale Nähmaschine aus – optimal wäre aber eine Pfaff mit Ober- und Untertransport.

Am Besten ist, wenn deine Zeltplane aus zwei Stücken besteht, also einmal aus der Wand und einmal aus dem Dach. – Das ist einfacher beim Aufbau, du kannst schneller mal an die jeweilige Dämmung kommen und du hast nicht so einen riesen Batzen Stoff.

Am einfachsten ist die Berechnung für den Stoff der Zeltwand: Du brauchst den Kreisumfang (Rechner im Internet kann helfen) und die Höhe deiner Khanas.

Das Dach ist ein wenig kniffliger: Du brauchst die Mantelfläche eines Kegelstumpfes (Rechner im Internet kann auch hierbei helfen). Und du brauchst die Breite deines Baumwollstoffes. Die Einzelteile des Daches werden Pizzastücke. Du musst berechnen wie breit deine Pizzastücke werden müssen, um den Stoff gut auzunutzen.

Da die Berechnung für den Stoff und auch für andere Einzelteile der Jurte wirklich ein wenig knifflig ist, schreiben wir grade an einem Berechnungsprogramm. Wenn du daran Interesse hast, schreib uns doch einfach mal an: dankeanalles@gmail.com

Wenn du die Einzelteile hast, vernähst du sie mit einer Kappnaht und verwendest am Besten wasserabweisendes und strapazierfähiges Nähgarn. Die Kappnaht darf nicht quer zum Wasserlauf sein, sondern muss also von der Kuppel bis zum Dachrand gerade verlaufen.

Hier eine Erklärung zur Kappnaht: http://www.schneidern-naehen.de/kappnaht

An den unteren Rand der Wand kannst du auch noch einen Faulstreifen annähen, damit kein Moos an deiner Wand hochwächst 😉 (sieht man auf obigen Bild).

Wenn du alle Teile so zusammen genäht hast, kannst du z.b. Ösen anbringen: Ringsum am Ende der Dachplane setzt du jeden halben Meter eine Öse und die Wandplane bekommt oben und unten ebenfalls alle 50 cm eine Öse. Dafür benötigst du ein Locheisen und einen Einschlagstempel. Und natürlich die benötigte Menge Ösen.

 

Am Besten verstärkst du deinen Zeltstoff an der Stelle, wohin die Ösen kommen mit einem Stück LKW-Plane.

 

Die Ösen sind dafür da, um ein Seil dadurch ziehen zu können, um die Zeltplane zu befestigen.

 

 

 

 

Oder du kannst auch Schnallen an Dachrand und Wandrand nähen, so kannst du Wand und Dach einfach miteinander verbinden. Und darüber kommt nocheinmal ein Stück Stoff, der an dem Dachrand befestigt ist. Vielleicht können die Bilder besser als ich erklären:

Und fertig ist die Zeltplane für die Jurte 🙂

Mit der Kappnaht lassen sich natürlich auch kleinere Zelte wunderbar nähen 😉 So kannst du beim nächsten Camping in einem selbstgenähten Baumwollzelt schlafen, das viel gemütlicher als ein Plastikzelt ist 😉

 

DiY Kompostklo / Trockentoilette selbst bauen

Du hast keine Lust mehr Wasser zu verschwenden bei jedem Toilettengang? Und eigentlich würdest du gerne ein Kompostklo benutzen, aber findest die ,welche man fertig kaufen kann, zu teuer oder nicht schön? Hier findest du eine einfache Anleitung für ein Kompostklo aus Holz.

Falls du noch gar keine Ahnung von Komposttoiletten hast, dann lies erstmal hier nach: https://humanurehandbook.com/downloads/Humanure_Manual_German.pdf

Es ist wirklich super einfach ein Kompostklo zu bauen. Du benötigst auch überhaupt keine speziellen Dinge dafür.

Vielleicht hast du dir schon einige Komposttoiletten angesehen und immer wieder etwas von Urinabtrenner oder Abluft gehört? Diese Dinge sind zwar ganz nett zu haben, aber überhaupt nicht zwingend notwendig. Ein Kompostklo funktioniert auch wunderbar ohne diese Dinge und zwar ohne irgendwelche Abstriche zu machen!

Also, ein Kompostklo ohne diese Dinge ist wirklich super einfach zu bauen:

  1. Kauf dir einen großen Eimer. Da sollte genügend reingehen, dass du nicht täglich ausleeren gehen musst, aber er sollte auch nicht zu groß sein, denn du musst ihn ja noch tragen. Und ein Deckel wäre auch noch praktisch.
  2. Nun baust du einen Kasten aus Holz, in den der Eimer perfekt hineinpasst. Irgendwo muss dein Holzkasten noch geöffnet werden können. Dafür holst du dir einfach ein paar Scharniere und befestigst dann eine Seite des Kastens mit diesen Scharnieren. Und dein Kasten braucht natürlich noch ein Loch, am Besten genau in der Größe deines Eimers. Und genau unter dieses Loch wird dann immer der Eimer gestellt.
  3. Damit dein Kompostklo sich wie gewohnt anfühlt, kaufst du dir noch eine normale Toilettenbrille und befestigst diese auf deinem Kasten genau passend über deinem ausgeschnittenen Loch.
  4. Fertig ist das Klo.

Kompostklo, halbfertig

Weil vielleicht nicht jeder weiß, wie es benutzt wird, hier noch eine kleine Anleitung:

  1. Zuerst streust du dein Abdeckmaterial in deinen Eimer. Das Abdeckmaterial kann Stroh, Sägespäne, Kaninchenstreu, Blätter, Rasenschnitt oder ähnliches sein.
  2. Danach kannst du dein Geschäft machen.
  3. Nach jedem Toilettengang benutzt du wieder Abdeckmaterial.
  4. Wenn der Eimer voll ist gehst du ihn ausleeren. Ausgeleert wird der Eimer im Garten: Entweder baust du dir einen Komposter oder du buddelst dir ein Loch.

Und keine Angst: Wenn du genügend Abdeckmaterial benutzt riecht deine Toilette nicht!

Vielleicht fragst du dich noch, was der Unterschied von unserer einfachen Toilette zu der mit dem Urinabtrenner ist: Da alles zusammen in nur ein Gefäß geht, benötigt man mehr Abdeckmaterial. Mit Urinabtrenner, wird der Urin an einer anderen Stelle gesammelt und könnte verdünnt mit Wasser als Pflanzendünger verwendet werden – oft kommt er aber auch einfach auf denselben Komposthaufen wie der Kot. Mit Urinabtrenner muss der Eimer mit Kot nur ein paar mal im Monat ausgeleert werden. Aber der gesammelte Urin muss dafür auch noch ausgeleert werden.  Bei unserer Variante wird sich das vorige Trennen einfach gespart und bei einer 4 köpfigen Familie muss der Eimer ca. alle 3 Tage ausgeleert werden.

Hier noch weitere Informationen zum Kompostklo und verschiedene fertige Modelle:

So, dann mal ran ans Bauen 😉

 

Zeig wer du bist, um dich frei zu fühlen

Viele Menschen sind darum bemüht ihre Privatsphäre zu schützen. Sie brauchen einfach viel Zeit und Raum nur für sich und für ihre Familie. Diese Privatsphäre sind eigentlich ganz viele Geheimnisse, die man vor anderen und meist auch vor sich selbst hat. Dieses „Versteck-Spiel“ macht das Leben ganz schön anstrengend. Besonders wenn man sich eine Gemeinschaft wünscht Weiterlesen

Erdkühlschrank für naturverbundene Konsumverzichter, Aussteiger und Minimalisten

Ich bin begeistert von unserem Erdkühlschrank! Jedes Mal, wenn ich  etwas aus dem Kühlschrank hole bin ich fasziniert wie er bei so  heißen Temperaturen so kalt sein kann! Und dazu ist es auch noch unglaublich einfach und schnell gemacht einen Erdkühlschrank zu bauen.

Und wie man einen solchen super Kühlschrank baut, erfahrt ihr jetzt: 🙂

  1. Du buddelst ein 2 Meter tiefes Loch.
  2. An eine verschließbare Tonne bindest du ein 10 m langes Seil.
  3.  Das Seil machst du an einen Flaschenzug und hängst es über dem Loch z.b. an einen stabilen Ast.
  4. Du baust dir einen Deckel, den du z.b. mit Styropor oder Hanf dämmst, der etwas größer als dein Loch ist.
  5.  Du befüllst die Tonne mit deinen Lebensmitteln
  6.  Du lässt die Tonne am Seil herunter und machst den Deckel drauf.
  7. Fertig.

Das ist unsere erste Variante eines Erdkühlschrankes, die wir zur Zeit testen. Und es klappt wirklich super gut! Das Gemüse bleibt knackig und frisch, die Butter ist hart und meiner Meinung nach befinden sich die Lebensmittel in einem besseren Klima als in einem normalen Kühlschrank – ich finde sogar das Gemüse schmeckt aus unserem Kühlschrank besser. Und mir macht es einfach riesig Spaß unsere Tonne voll leckerem Essen hochzuholen! (Danke Jurtennachbar Mica, dass du die Idee einen Erdkühlschrank zu bauen umgesetzt hast!)

Es gibt natürlich noch andere Varianten von einem Erdkühlschrank. Ich habe gelesen man könnte auch einfach ein Loch für eine Waschmaschinentrommel buddeln,diese hinein setzen, einen Deckel bauen und fertig ist der Kühlschrank.  Oder man baut einen Schrank, der ebenfalls an einem Seil in ein Erdloch hinuntergelassen wird. Man kann ja sogar einen begehbaren Erdkühlschrank buen – ist dafür aber auch mehr Arbeit. Wir haben es mal gewagt:

Traveler Digital Camera

Loch für einen größeren Kühlschrank

Bau eines begehbaren Kühlschranks

Bau eines begehbaren Kühlschranks

Habt ihr auch einen Erdkühlschrank oder werdet euch einen bauen? Ich freue mich über eure Berichte!

Luxus Jurte: günstiges Eigenheim ohne Verzicht

„Ich beneide euch um euer günstiges und freies Leben in der Jurte, aber für mich könnte ich mir das nicht vorstellen – mir würde der Luxus fehlen“ hören wir oft Freunde oder Bekannte sagen. Aber es gibt nichts auf das man verzichten müsste, wenn man in einer Jurte lebt. Klar kannst du in einer Jurte eine Spülmaschine, eine Waschmaschine, einen Kühlschrank, einen Gefrierschrank, einen Fernseher und und und haben… Weiterlesen